Was ist eine Mala?

Eine mālā ist eine Rezitierkette, die je nach Tradition aus einer unterschiedlichen Anzahl an Perlen besteht. Sie variiert in Material sowie Größe und dient als wertvolle Zählhilfe beim Rezitieren. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und bedeutet ‚Kranz‘ oder ‚Rezitierkette‘. Seit jeher begleitet sie Übende in ihrer spirituellen Praxis, fördert die Achtsamkeit und unterstützt die Manifestation der eigenen Essenz.

Warum Mala?

Der Verstand neigt dazu, ständig von einem Gedanken zum nächsten abzuschweifen, besonders wenn man sich in die Meditation begibt. Durch diese Art der Meditation kann man sich zwar entspannen oder Ereignisse aus der Vergangenheit verarbeiten, aber wirkliche
Meditation kann einen tiefer führen – zur Natur des eigenen Wesens.

Die mālā dient hierbei als Anker in der Hand. Sie ist ein stilles Medium, das hilft, den Verstand zu zähmen, die Gedanken zu bündeln und den Fokus zu schärfen, um in das eigene Innere vorzudringen.

Was ist Rudraksha?

rudrākṣa ist ein Samen des Elaeocarpus-ganitrus Baums, der im Hinduismus als heilig gilt. Die Bäume werden ca. 18-24 m hoch und kommen von der Ganges-Ebene in den Ausläufern des Himalaya bis nach Nepal vor. Die Samen werden hauptsächlich aus Indien, Indonesien und Nepal für mālā und Schmuck bezogen. Das Wort rudrākṣa ist ein zusammengesetztes Sanskritwort aus rudra und akṣa und bedeutet „Tränen des Herrn Rudra„. rudra ist einer von Śivas vedischen Namen und akṣa bedeutet „Tränen“.
Es gibt diverse Typen von rudrākṣa-Samen, deren mukhi-Anzahl (Linien oder Gesichter) zwischen 1 und 21 variiert. Der Anzahl von mukhi und deren energetische Wirkung stehen im Zusammenhang. Wir verwenden rudrākṣa grundsätzlich mit 5 mukhi (pancha-mukhi), da ihre Wirkung* für jeden geeignet ist.
*Unterstützt die Meditation und die innere Balance zu finden.

Meditation

Das Verweilen jenseits des Verstandes.

Die Annahme, dass Meditation bedeutet, uns vom Denken zu lösen, ist ein Trugschluss. Das Gehirn denkt, so wie das Herz schlägt.

​In Meditation zu sein bedeutet, die Gedanken zu beobachten, ohne sich mit ihnen zu identifizieren.

​Das Bild von Wind und Wellen
​Um sich die Essenz der Meditation zu Herzen zu nehmen, hilft ein Blick auf die Natur:
-​ Das Denken ist der Wind: Er taucht auf, er weht, er verändert seine Richtung. Er ist eine natürliche Bewegung der Energie.
​- Die Wellen sind der Verstand: Wenn der Wind auf das Wasser trifft, entstehen Wellen. Der Verstand ist die Unruhe, die in unserem Bewusstsein entsteht, wenn Gedanken aufkommen.

Meditation ist nichts, was man tun kann. Wenn das Tun aufhört, dann geschieht Meditation. Es ist kein Tun, sondern ein reines Geschehen.

Achtsamkeit

Qualität des Beobachtens.

Die Gegenwart ist der einzige Moment, in dem das Leben wirklich stattfindet. Achtsamkeit ist das Licht, das diesen Moment erhellt und uns lehrt, jeden Atemzug als ein Geschenk der Lebendigkeit zu feiern.

Während Meditation das bewusste Eintauchen in die Stille jenseits des Verstandes ist, ist Achtsamkeit die Anwendung dieser Präsenz im täglichen Leben.
– Wahrnehmen ohne zu werten: Begegne dem Leben mit offenen Sinnen. beobachte und lass daraus keine Wellen entstehen.
– Vom Funktionieren zum Sein: Sei in jedem Moment vollkommen gegenwärtig – ob beim Gehen, Essen oder Arbeiten.

Rezitieren

Beim Rezitieren wird die mālā zu einer Leiter für das Bewusstsein. Mit jeder Wiederholung und jedem Griff nach der nächsten Perle lässt man den Lärm der Welt hinter sich, bis nur noch der reine Klang und die tiefe Präsenz des Augenblicks übrig bleiben.

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